Kategorie: Erinnerungskultur

Erinnern heißt für uns: Konsequenzen ziehen. Wir gedenken der Opfer rechter und antisemitischer Gewalt, stehen an der Seite der jüdischen Gemeinde Gießen, erinnern an die Befreiung vom Nationalsozialismus und an das Grundgesetz – und wir schauen dorthin, wo Erinnerung unbequem wird, etwa beim Immelmann-Denkmal.

Aktuell: Derzeit steht kein Termin fest. Neue Termine erscheinen auf der Terminseite.

Betroffen von Rassismus, Antisemitismus oder rechter Gewalt? Anlaufstellen findest du unter Hilfe bei Diskriminierung.

  • Immelmann-Denkmal

    Im Mai 2026 haben wir uns dem Immelmann-Denkmal in unserer Gemeinde zugewandt – und der Frage, wie wir mit Erinnerungsorten umgehen, die heutige demokratische Werte herausfordern.

    Max Immelmann war ein deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg, der in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus als Held stilisiert und mythologisiert wurde. Wie gehen wir 2026 mit solchen Denkmälern um? Abreißen, ergänzen, kontextualisieren?

    Wir sammeln Argumente und Positionen und werden in einer öffentlichen Veranstaltung über den Umgang mit dem Denkmal diskutieren. Mehr dazu folgt auf Instagram.

    Hinweis: Dieser Beitrag wird laufend ergänzt.

  • Gedenken an Hanau – 6. Jahrestag

    Am 19. Februar 2026 jährt sich der rassistisch motivierte Anschlag von Hanau zum 6. Mal. Neun Menschen wurden ermordet – aus rassistischen Motiven, in einer ganz normalen Nacht, in einer ganz normalen deutschen Stadt.

    Wir gedenken:

    • Gökhan Gültekin
    • Sedat Gürbüz
    • Said Nesar Hashemi
    • Mercedes Kierpacz
    • Hamza Kurtović
    • Vili Viorel Păun
    • Fatih Saraçoğlu
    • Ferhat Unvar
    • Kaloyan Velkov

    #SayTheirNames. Erinnern heißt: Konsequenzen ziehen. Solange die Strukturen, die zu Hanau geführt haben, nicht aufgearbeitet sind, dürfen wir nicht aufhören, sie sichtbar zu machen.

    Mehr zur Initiative der Angehörigen: 19feb-hanau.org

  • Solidarität mit der jüdischen Gemeinde Gießen

    Am 13. Januar 2026 wurde die Synagoge in Gießen angegriffen. Die Tat hat uns tief erschüttert. Antisemitismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz – nicht in Gießen, nicht in Wettenberg, nirgendwo.

    Am 1. Februar 2026 fand auf dem Berliner Platz in Gießen eine Kundgebung in Solidarität mit der jüdischen Gemeinde statt. Wir haben gemeinsam mit hunderten Menschen aus der Region ein Zeichen gesetzt.

    Wir stehen weiterhin an der Seite der jüdischen Gemeinde Gießen und unterstützen sie bei allen Schritten, die nötig sind.

  • 80 Jahre Befreiung

    2025 jährt sich die Befreiung vom Nationalsozialismus zum 80. Mal. In Anlehnung an einen ZEIT-Beitrag von Michael Thumann haben wir unsere Forderungen formuliert:

    • Erinnerung ist kein Selbstzweck. Sie ist Auftrag.
    • Geschichte verpflichtet. Wer aus ihr nichts lernt, riskiert ihre Wiederholung.
    • Gedenken muss aktiv sein. Schweigen reicht nicht – Handeln ist gefragt.
    • 80 Jahre Frieden in Westeuropa sind kein Naturgesetz. Sie sind das Ergebnis bewusster politischer Entscheidungen, die heute wieder unter Druck stehen.

    Wir laden ein, sich an Gedenkveranstaltungen in der Region zu beteiligen – und im Alltag Haltung zu zeigen.

  • 75 Jahre Grundgesetz

    Im Mai 2025 jährte sich das Inkrafttreten des Grundgesetzes zum 75. Mal. Wettenberg bleibt bunt war gemeinsam mit der Band „Luft nach oben“ Gastgeber eines Kulturabends in der katholischen Kirche Wißmar.

    Reden, Musik und Lesungen erinnerten an die Ideen, aus denen das Grundgesetz entstand – und an die Verantwortung, diese Werte heute, 75 Jahre später, gegen autoritäre Versuchungen zu verteidigen.