Der Politikwissenschaftler und die Politikwissenschaftlerin Yvonne Weyrauch haben in ihrem Buch „Rechter Terror in Hessen – Geschichten, Akteure, Orte“ die Kontinuität rechter Gewalttaten in Hessen nach 1945 aufgearbeitet. Dabei wurde deutlich, dass rechter Terror in der Geschichte Hessens einen permanenten Platz einnimmt. Auf Grundlage der Recherchen zu ihrem Buch haben der Autor und die Autorin nun eine Ausstellung konzipiert, die rechten Terror in seinen unterschiedlichen Facetten beschreibt.
Die Ausstellung zeigt auf 24 Roll-Ups ausgewählte Fälle schwerster rechter Gewalttaten seit Bestehen des Bundeslandes. Ausgehend von einem Foto thematisiert jedes Roll-Up einen Fall oder einen größeren Komplex. Der Hannover Fotograf Mark Mühlhaus hat die Ausstellung Orte rechten Terrors in Hessen, wie sie heute Aussehen, dokumentiert. Die Fotografien machen deutlich: An den meisten Orten erinnert nichts an die schrecklichen Gewalttaten. Nur an wenigen Tatorten befinden sich heute Gedenktafeln.
Dokumentiert werden Gewalttaten aus allen hessischen Regionen. Dies ermöglicht es, direkte Bezüge vor Ort herzustellen. Auf Einleitungstafeln wird das Thema „Rechter Terror“ inhaltlich gerahmt.
Die Ausstellung behandelt folgende Fragen:
- Was ist rechter Terror?
- Welche Motive verfolgen /extrem) rechte Täter?
- Wer waren die Betroffenen von rechter Gewalt?
- Inwiefern bestehen Korrelationen zwischen gesellschaftlichen Diskursen und extremer rechter Agitation und rechten Gewalttaten?
- In welchen Zeiten gab es besonders viele rechte Gewalttaten in Hessen?
- Gibt es typische rechte Gewalttäter?
Die Ausstellung verfolgt folgende Ziele:
- AUFKLÄRUNG: Bewusstsein schaffen und Wissen vermitteln über die lange Geschichte rechter Gewalt in Hessen
- ERINNERUNG: Gedenken an die Opfer rechter Gewalt in Hessen
- DEMOKRATIERSTÄRKUNG: Diskussionsräume schaffen zur Auseinandersetzung über die Notwendigkeit für demokratisches Engagement
Die Ausstellung richtet sich an:
- Initiativen und Vereine aus der demokratischen Zivilgesellschaft
- Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren
- Kommunale Einrichtungen und Träger